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Granatapfellikör

Granatapfellikör und Wolle gegen den Herbstblues?

Dieser Herbst 2015 trägt, für mich, den Wandel in sich, das spüre ich deutlich. Neulich überkam mich die Lust, zu stricken, etwas, das ich seit meiner Schulzeit nicht mehr getan habe und von dem ich nie angenommen hätte, dass ich es je tun werde. Seit einiger Zeit backe ich gerne. Angefangen hat es mit der Idee zu Ally’s Wonderland, doch inzwischen bin ich geradezu süchtig danach, dass Vanille- und Schokoladenduft regelmäßig durch die Wohnung ziehen.
Heute hab ich beschlossen, meinen Lieben nur selbst gemachte Geschenke unter den Baum zu legen. Ich vermute, es hat mit dem zu tun, was zurzeit in der Welt geschieht. Ich brauche dringend ein Gegengift zu dem Elend um uns herum. Helfen ist wichtig, ja, und ich tue es, so gut ich kann. Aber darüber hinaus muss man schöne und herzerwärmende Dinge finden, die einen nähren und die Batterien wieder aufladen. Oder, wie Ally’s Oma sagen würde: „Man muss backen, wenn die Keksdose voll werden soll.“

Der Granatapfel ist eine meiner Lieblingsfrüchte, neben der Mango und der guten alten Birne. Ich bin verliebt in die Farbe und den Geschmack, auch wenn es eine Herausforderung ist, die Kerne zu lösen, ohne im Anschluss daran die Küche neu streichen zu müssen. Die Idee zu diesem Likör hab ich übrigens bei Wo geht’s zum Gemüseregal? gefunden. Da die Tonkabohnen aus dem Originalrezept nicht so einfach zu bekommen sind, hab ich eine Vanilleschote genommen, und da es Kandiszucker im Biobereich nicht zu geben scheint, wurden er durch Rohrohzucker ersetzt, der schön malzig schmeckt. Ich bin gespannt.

Wenn ihr es selbst versuchen wollt, braucht ihr:

Einen Granatapfel
50 g Rohrohrzucker oder Kandis
250 ml Wodka
eine Vanilleschote (nur aufschneiden, nicht das Mark herauskratzen)

Alles zusammen in ein Glas geben und zwei bis drei Wochen ziehen lassen. Jeden Tag schütteln, damit sich der Zucker auflöst.

 

Bildschirmfoto 2015-11-10 um 15.32.41

Während meine Probemischung für den Granatapfel-Likör ihre Magie entfaltet, werde ich Ausschau nach hübschen Flaschen halten und schöne Etiketten entwerfen. Bis Weihnachten bleibt somit noch genügend Zeit um die zweite Portion Likör anzusetzen.

Ich bin neugierig. Welche Ideen für selbst gemachte Geschenke habt ihr für mich?

 

 

 

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  1. Meine zweitälteste Schwester verschenkt an uns (also Geschwister, Eltern, studierende Nichten und Neffen) immer je eine Kiste Selbstgemachtes: Konfitüren, Relish, Senf (Ribisel ist köstlich), Liköre, Sirupe, Quittenbrot, Kuchen im Glas … Alles, was ihr Garten und ihre Experimentierfreude so hergibt.Lecker ist´s und ein Augenschmaus.

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