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#AutorenHautnah_SusannePavlovic

Diesmal durfte ich Susanne Pavlovic interviewen, die vielen auf Facebook auch als Textehexe bekannt ist. Bildschirmfoto 2016-06-26 um 19.46.23Es hat mir richtig Spaß gemacht und hinterher sind mir gleich noch sehr viel mehr Fragen eingefallen, die ich ihr auch gerne noch gestellt hätte.
Liebe Susannne, es geht schon los. Ich bitte dich, die ersten Fragen kurz und rasch zu beantworten. Welche Person würdest du niemals treffen wollen?

Trump, Erdogan, Putin. Ich weiß, das sind drei, aber ich glaube, die werden alle irgendwo auf der gleichen Plattform gebaut und mit der gleichen Software versehen.

Was ist dein Lieblingswort?
Heiterkeit.
Wenn du ein Baum wärst, welche Art Baum wärst du?
Eine Hainbuche.
Mein Sohn sagt zwar zur Zeit immer „Baum“, wenn er mir keine Antwort geben will, aber ich gebe zu, ich musste googeln, um ein Bild zu Hainbuche zu haben. Für alle, die es auch nicht wissen, sie wird auch Weißbuche, Hagebuche oder Hornbaum genannt. 😉 Als du heute Morgen in den Spiegel geschaut hast, was hast du als erstes gedacht?
Alter, wer bist du denn.
Machst du zum Schlafen die Rollläden runter?
Ich wohne in einem denkmalgeschützten Altbau, da gibt’s keine Fensterläden. Vorhänge hab ich, und seit die neuen Nachbarn von direkt gegenüber mich zu sehr ungewöhnlichen Nachtzeiten mit ihrem Eingangslicht flutlichten, gewinnt die Idee, sie mal zuzuziehen, an Attraktivität.
Was hast du letzte Nacht um Mitternacht getan?
Mich bei einer Folge „Musketiere – irgendsone Serie“ gelangweilt. Irgendwie muss ja die Zeit bis zur nächsten GOT-Folge rumgehen.
Welche Eigenschaft, die du als Kind an dir mochtest, hast du verloren?
Gutgläubigkeit.
Welche kindliche Eigenschaft, sollten sich alle Menschen bewahren?
Gutgläubigkeit.
Wer hat dir als letztes gesagt, dass er dich liebt?
Mein Hund.
Dein schlimmster Feind?
Langeweile.
Wenn ich dich jetzt in ein Flugzeug setzen würde, was wäre das Ziel?

Das wüsste ich gerne erst in der Sekunde, in der ich das Flugzeug wieder verlasse – vorausgesetzt, du packst mir angepasste Klamotten ein. Wenn ich dann im Bikini in der Arktis aussteige, kann ich die Frage nach meinem schlimmsten Feind vielleicht mit „du“ beantworten.
Okay, du bekommst einen Tripp nach, lass mich überlegen, nach … Ha! Verrate ich nicht. Aber die Klamotten werden passend sein. 😉 Bei den nächsten Fragen darfst du gerne ein wenig länger nachdenken und auch ein paar Worte mehr schreiben.
Stell dir vor, du könntest mit einer berühmten Persönlichkeit aus der Vergangenheit Abendessen. Wer säße an deinem Tisch. Worüber würdet ihr plaudern?
An meinem Tisch säße Jesus, und ich würde meine Theorie überprüfen wollen, dass er ungeoutet schwul war. Ich meine, zwölf Jünger. Außerdem würde ich gerne ein Video mit ihm drehen, in dem er den Leuten mal sagt, wie das gedacht war mit dem Christentum. Da würden ein paar krude Ideen sich ganz von selbst erledigen.
Wenn du ein Mann wärst, was würdest du machen und wie wäre dein Aussehen? (Zeichne ein Bild davon und mache bitte ein Foto für mich.)

Bildschirmfoto 2016-06-24 um 08.44.37Ich weiß nicht, ob sich so viel ändern würde. Jeder Mensch hat ja weibliche und männliche Anteile in sich. Ich bin eine Frau mit einem gefühlt relativ hohen männlichen Anteil: Ich bin ehrgeizig, ich traue mir was zu, ich kann mich durchsetzen, ich fühle mich in der unkomplizierten Gesellschaft von Männern wohl. Ich muss mit meinen Freunden nicht unbedingt über meine Gefühle reden. Wäre ich ein Mann, wäre ich vermutlich einer mit einem relativ hohen weiblichen Anteil: ein Romantiker, einer, der in gutem Kontakt zu seiner eigenen Gefühlswelt steht, ein Sensibler. Eher Softie als Macho. 
Man sieht das an den Figuren, die ich schreibe: Ich habe viele Kick-ass Frauenfiguren und viele sensible, unterstützende Männerfiguren. Insgesamt, je länger ich mich damit befasse, desto willkürlicher finde ich diese Mann-Frau-Trennung. Natürlich, die einen kriegen die Kinder, die anderen zeugen sie, aber der Rest ist fließend. 
Wäre ich ein Mann, ich wäre dünn, dunkelblond, früh ergraut, hätte eine große Nase, eine versponnene Phantasie und eine Art, die Frauen dazu bringt, für mich zu kochen. Zufall? Ich glaube nicht.

Besitzt du noch ein geheimes Talent?
Ich kann aus 100 g Schokolade zwei Kilo Hüftspeck machen.
Ich fürchte, das können leider noch ein paar andere von uns nur allzu gut. Dann verrate mir doch bitte, wenn dir jedes Lebensmittel der Welt zur Verfügung stünde, um ein Sandwich zu kreieren, was servierst du uns?
Ein flauschiges Weißbrotröllchen mit gebackener Banane und Nutella.
Lecker! Und auf zur nächsten Frage. Du bekommst 10 000 Euro geschenkt und musst sie auf einen Schlag ausgeben, und zwar, ohne lange zu überlegen. Was kaufst du?
Eine LKW-Ladung Toilettenartikel, Plüschtiere, Schuhe, Windeln etc., und die schick ich dann in ein türkisches Flüchtlingslager. Ich selber hab alles, was ich brauche.
Mit welchen drei Worten würde dich deine beste Freundin beschreiben?
Freundlich, klug, loyal.
Und mit welchen drei Worten würde dich jemand beschreiben, der dich gerade erst kennengelernt hat?
Freundlich, klug, souverän.
Du arbeitest ab jetzt im Zirkus. Welche Rolle suchst du dir aus?
Aber ich arbeite doch im Zirkus! Als Lektorin hat man es mit ganz vielen originellen Autorentieren zu tun, und ich bin die Zirkusdirektorin.
Stell dir als Nächstes vor, eine Giraffe und eine Ameise kämpften miteinander. Wer gewinnt und warum?
Es gewinnt die Blattlaus – würden die Beiden nicht kämpfen, würde sie entweder von der Giraffe samt Blatt verschluckt oder von der Ameise als Nutztier ausgebeutet werden.
Und zum Schluss die Gänsehautfrage, die du nicht beantworten musst, wenn du nicht magst: Stell dir vor, du könntest bestimmen, dass zwei beliebige Personen auf dieser Welt für eine Weile die Rollen tauschen. Wen hättest du dafür im Auge? Und was würdest du dir davon erhoffen?
Einer der führenden Arschlöcher des IS müsste für einen Tag mit einer Mutter tauschen, die ihr totes Kind aus einem zerbombten syrischen Haus gezogen hat. Damit er es mal spürt. Ich denke, viel mehr Kriegstreiber sollten gezwungen werden, die Schmerzen von Eltern zu fühlen, die ihr Kind verloren haben. So manches an Krieg hätte sich damit direkt erledigt.
Wenn ich wüsste wie, würde ich die Idee sofort umsetzten! Liebe Susanne, ich hab mich sehr gefreut, dass du dich meinen Fragen gestellt hast. Ich hoffe, wir behalten uns im Auge.

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