Artikel
3 Kommentare

Fünf verrückte Dinge, die man tun könnte, um den Frühling herbeizubeschwören

Schnee im April? Nein, das ist nicht nur ein Songtext, das war vor zwei Tagen erschütternde Realität. Dabei brauche ich doch Sonne. Ich will schwitzen. All meine luftigen Tops, die tief im Bauch des Kleiderschranks verborgen vor sich hin schnarchen, warten darauf, endlich aus ihrem Winterschlaf befreit zu werden. Der Sauerkirschbaum vorm Haus hält sehnsüchtig Ausschau nach summenden Gästen. Ich konnte dem Knarzen seiner Äste entnehmen, wie unglücklich er war. Also entschloss ich mich, der Sache nachzuhelfen.

Und das sind die 5 verrückten Dinge, die eine verzweifelte Autorin unternahm, um den Frühling herbeizulocken

1. Zuerst hab ich das Fenster aufgerissen und lautstark geschimpft, sobald sich eine Regenwolke heranwagte. Wer bist du schon Wetter, dass du dich das traust? Die irritierten Blicke der Nachbarn kümmerten mich nicht. Ich hatte eine Mission! Ihr fragt Euch möglicherweise, ob ich das wirklich getan habe? Nun, vielleicht ja, vielleicht nein. Jedenfalls werden wir nie erfahren, ob wir das derzeitige (…) wetter meiner Feigheit verdanken, oder ob diese Methode besonders gut funktioniert hat.

2. Zweiter Versuch. Ein luftiges Frühlingskleid kaufen und es demonstrativ auch bei Regen, Hagel und Schneesturm tragen. Ohne Mantel. Das habe ich getan. Ganz ehrlich. Wenn Ihr gerade draußen sitzt, mit einer Sonnenbrille auf der Nase und eine Eistüte in der Hand haltet, ist das der Beweis dafür, dass ich die Wahrheit sage. Außer, der Blick zum graugraugraugrauen Himmel hinauf behauptet etwas anderes.

3. Was macht ein Bär, sobald er aus dem Winterschlaf erwacht? Richtig, er futtert Bärlauch. Bärlauch ist Grün. Grün ist die Farbe des Frühlings, und deswegen hilft es dem Frühling an den Start zu gehen, wenn man literweise grüne Smoothies trinkt. Dachte ich und habe es getan, habe tagelang grüngrüngrüngrün gekaut und geschluckt. Die wildesten Mischungen. Es ist nicht meine Schuld, dass das Wetter da oben immer noch graugraugraugrau in der Gegend herumhängt. Aber warte … kommt da nicht die Sonne raus?

4. Bei meinem vorletzten Versuch hab ich die Kamera geschnappt und haufenweise Fotos von meinen grünen Smoothies geschossen.

IMG_1447

Tut mir leid, wenn ihr hier lieber Fotos von flauschigen Entchen gesehen hättet, oder von niedlichen Häschen, aber zum Hinausgehen war es mir zu nass, zu windig und zu kalt. Ich gebe außerdem zu, dass dieser Punkt meiner Versuchsreihe möglicherweise missglückt sein könnte. Ja, ich fürchte in der Tat, dass ich damit nicht einmal den winzigsten Frühlingszipfel hinter dem Regenschleier hervorgelockt habe. So etwas macht mich sehr unsicher. Könnt ihr das schnell überprüfen und einen Blick zum Fenster hinaus werfen? Ein Kommentar über das aktuelle Wetter bei euch wäre nett, dann weiß ich in Zukunft, ob und wie diese Methode taugt. Danke.

Jetzt bleibt noch ein letztes Ding. Das 5. Ding. Und ich möchte behaupten, das hat funktioniert

Was ich tun musste war einfach. Ich musste nur ganz bewusst die inneren Filter umzustellen. Statt meine gute Laune weiter auf dem Regenaltar zu opfern, konzentriere ich mich ab jetzt lieber auf die Frühlingsboten, die es zuhauf gibt. Wenn man genau hinschaut. Ich lasse zukünftig alles stehen und liegen, sobald die Sonne hinter den Wolken hervorblinzelt und gehe raus, oder kuschele mich an einen unserer Hunde, die seit jeher die Sonnenflecken in unserer Wohnung finden und sich genau dort lang machen.

Was hilft Euch durch das Aprilwetter? Schreibt es mir in die Kommentarzeile. Jeder gute Tipp wird im nächsten Jahr ausprobiert. Versprochen. 😉

Falls bei Euch gerade die Sonne scheint, ist vielleicht auch eine meiner Autorenkolleginnen dafür verantwortlich, denn wir haben alle zusammen am Wetter gearbeitet.

Hope Cavendish

Vanessa Carduie

Sandra Florean

Liane Mars

Katharina V. Haderer

Kay Noa

Nika Bechtel

Catron

3 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    die Smoothie-Methode taugt leider nichts. Aktueller Wetterbericht aus dem Siegerland: SEHR graue Wolken. Obwohl … nein! Es wird um ein mikrobisschen heller. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich langsam meine Augen weiter aufbekomme. Sehr schöne Ideen! Herzliche Sonnengrüße, Liane

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


6 + 3 =