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5 Dinge – die eine Autorin auf eine einsame Insel mitnehmen würde

Als mein Rettungsboot an Land gespült wurde und zerbarst, war das allererste was ich sah, diese Riesenechse. Vor Schreck ließ ich das Smartphone fallen und anschließend war es nicht mehr möglich, irgendetwas zu senden.

  • Technische Geräte sind empfindlich, – Salzwasser, Stöße, die begrenzte Akkulaufzeit. Trotzdem steht ganz oben auf meiner Liste nicht etwa ein Notizbuch, sondern ein Smartphone und zwar mit Internetzugang über Satellit. Ein Laptop wäre netter, doch wo sollte ich ihn bei einem Tropensturm in Sicherheit bringen? Für das Handy könnte ich ein Regenhäuschen aus einer Kokosnussschale fertigen. Na ja gut, vielleicht könnte ich das. Einen Roman zu schreiben wäre jedenfalls möglich und das ist die Hauptsache. Darüber hinaus stünde mir das Wissen der Welt offen. Zum Beispiel könnte ich herausfinden, wie man sich eine Unterkunft aus Bannanblättern baut. Oder wie man mit einem Stöckchen Feuer macht. Und vor allem – wie zähmt man diesen Komodowaran da vorne, der einen anschaut, als sei man eine Anwärterin auf das Häppchen des Jahres?
  • Das zweit wichtigste Ding ist ein Solarladegerät. Zuerst hatte ich ein Fahrrad plus Dynamo im Sinn. Mir ist jedoch klar, dass ich mehr strampeln müsste, als meine Fitness hergibt, um den Handyakku zu laden. Sollte es mich nicht, wie erhofft, in sonnige Breitengrade verschlagen, bin ich zugegebenermaßen verratzt.
  • Nützlich, egal, ob Nord oder Süd, wäre ein Neoprenanzug. Er schützt vor Sonne, Wind, Nässe und ist vergleichsweise langlebig.
  • Eine gemütliche und robuste Hängematte, die ich zwischen zwei Palmen spannen kann. Obwohl ich an Höhenangst leide, würde ich sie so hoch aufhängen, wie es nur geht. Zum einen wegen der kleinen Krabbeltiere, die vielleicht in meinen Ohren wohnen möchten und dann wegen des Warans. Sobald ich ihn gezähmt habe, schläft er natürlich unter der Hängematte und beschützt mich.
  • Eine Axt. Eine sehr, sehr scharfe Axt. Schließlich würde ich irgendwann gerne wieder von der Insel verschwinden und muss für Warani und mich ein Boot bauen. Zum Glück hab ich dank des Smartphones Navigation an Bord.

Was sind eure 5 Dinge? Verratet es mir in den Kommentaren, ich würde mich freuen.

Meine Autorinnen Kolleginnen haben sich ebenfalls Gedanken gemacht.

Mella Dumont

Melissa David

Catalina Cudd

 

Quelle Foto: kunstgeschwister2 / photocase.de

11 Kommentare

  1. Papier und Bleistift nebst Spitzer (ersatzweise eine alte Schreibmaschine), ein Zelt (muss nicht groß sein), Streichhölzer (zum Feuer machen, nicht nur am Glimmstengel), ne warme Decke zum Kuscheln (vielleicht strande ich ja nicht allein) und nicht zuletzt einen Topf (hungrig vereinsamen ist doppelt schwer).

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    • Hungrig ist nie gut, weder auf der einsamen Insel, noch daheim. Danke liebe Katharina, für’s mitmachen.

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  2. Deine 5 Dinge sind ja eigentlich unschlagbar und sehr klug durchdacht, vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, sich zu Dir auf die einsame Insel verschlagen zu lassen.

    Meine 5 Dinge für den Aufenthalt auf einer einsamen Insel wären
    – eine unkaputtbare Schwimmbrille in meinen Seh- und Lesestärken, ohne Brille wäre ich aufgeschmissen, würde nicht einmal Warani sehen, nur fühlen, wenn er mich beißt;
    – ein großes Schweizer Taschenmesser, für alle anfallenden Schnitz- und Schneidarbeiten;
    – ein großer Kochtopf, zum Wassersammeln, Kochen und Braten;
    – ein richtig dickes, wasserdicht verpacktes Buch mit vielen Geschichten, die meine Fantasie zum weiterspinnen anregen (ich habe da schon zu 2 im Blick, die es sein könnten)
    – eine überdimensionale Decke, die gut wärmt (alte Leute vertragen Kälte nicht so gut) oder auch als Sonnenschutz und Zeltplane benutzt werden könnte.
    Ob ich die Insel wieder verlassen wollte? Wenn sie ein angenehmes Klima hätte (zwischen 18°C nachts und bis zu 30°C tags), es genug Früchte und Süßwasser gäbe und ich mir ein nettes Hüttchen gebaut hätte, könnte ich mir vorstellen auch den Rest meiner Tage dort zu verbringen.

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    • Die Brille, die hab ich total vergessen! Ja, das Problem hätte ich auch – von Warani gebissen, da halb blind gewesen. Ich entnehme deinen Worten, dass du die Einsamkeit durchaus zu schätzen weißt. Da haben wir etwas gemeinsam.

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  4. Ich bin ja keine Autorin, daher muss ich nicht notwendigerweise was zum Schreiben dabei haben.
    Aber was zum Lesen. Ergo wäre die Nummer eins ein gut gefülltes, wasserdicht verpacktes eBook nebst Solarladegerät (gehört für mich zusammen, daher eins).
    Dann eine einseitig beschichtete Decke, die sowohl wärmt als auch als Regenschutz dienen kann.
    Nummer drei wäre ein Mann. Den brauch ich, äh, natürlich dafür, die schweren Arbeiten zu übernehmen *g*.
    Ein gutes Messer ist die Nummer 4.
    Sonnencreme rundet das Ganze ab, ich bin doch so sonnenempfindlich.

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    • Sonnencreme! Ich fürchte, ich muss den Tag unter einer Palme verbringen oder mich mit Schlamm einschmieren. Danke für deinen Kommentar. 🙂

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  6. Liebe Elke,
    ich habe wirklich gestaunt, wie kreativ deine Antworten sind und war so davon inspiriert, dass ich ebenfalls einen Artikel dazu verfasst habe.

    Liebe Grüße,
    Melissa

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  8. 5 Dinge, die ich mitnehmen würde:
    1. ein Messer, besser noch eine Machete, für die Kokosnüsse
    2. ein langärmeliges T-shirt – ich bekomme leicht Sonnenbrand. Und bin pragmatisch.
    3. eine Yoga-Matte. Zum Schlafen, nicht fürs Yoga.
    4. Genug Papier und einen Stift zum Schreiben.
    5. Eine Katze. Vorzugsweise meine. Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos.

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